Heute ist ein ganz normaler Büroalltag. Ich starte um kurz nach halb 9
mit dem morgendlichen Aufrufen des Internets – bis in einer halben
Stunde ist die Seite bestimmt aufgebaut. Dann alle Dokumente starten,
an denen wir arbeiten. Die Sekretärinnen bringen uns Kaffeepulver,
Milchpulver und heißes Wasser. Kaltes Wasser fehlt und macht, daß
Hussein böse den Kopf schüttelt. Kein Problem, Hussein! Aber er
schüttelt weiter den Kopf: Problem! Matata! Matata! Eine Stunde später
ist die Seite offen und während ich die nächste Seite anklicke haben
wir den ersten Stromausfall. Damit ist jegliche Netzverbindung
unterbrochen. Macht nichts, die Batterie des Laptops habe ich über
Nacht im Hotel geladen und ich kann zunächst offline weiterarbeiten.
Aus Erfahrung wissen wir inzwischen, dass das Mittagessen nicht vor 1
Uhr möglich ist. Wir gehen also erst nach 1 Uhr und müssen warten,
weil noch kein Essen gemacht ist – wir kamen wie jeden Tag völlig
überraschend. Die Menükarte bedeutet, eine Auswahl zwischen Ugali,
Bananen, Reis oder Chips mit Gemüse und Bohnen und wahlweise Fisch,
Hühnchen, Rindfleisch. Ich bestelle Reis und Gemüse ohne Bohnen und
bekomme wie immer die Bohnen trotzdem. Die sind unvermeidlich, auch
wenn ich seit 3 Wochen versuche, sie abzubestellen. Barzahlung
empfiehlt sich nur in kleinen Scheinen, Wechselgeld ist so gut wie nie
vorhanden und braucht heute fast eine halbe Stunde zur Beschaffung.
Zurück im Büro – Strom ist wieder da. Juhu, nächster Versuch, dem
Internet Informationen zu entlocken. Es klappt. Meetings finden um 2
Uhr statt, wenn sie stattfinden, manchmal auch nicht, aus
unerfindlichen Gründen. Oder an einem anderen Tag dann eben.
Feierabend – wir packen und warten auf unsere Fahrer, die hoffentlich
nicht gerade wieder unauffindbar sind. Ein Tag wie immer…. Aber das
ist Tanzania und trotz all dieser Umstände beginnen wir den Alltag
genauso zu mögen, wie er ist, weil es eben so ist. Hier paßt man sich
an oder verläßt das Land auf Nimmerwiedersehen. Ein gewisser Humor und
eine kreative Alternative ist immer angesagt. Vielleicht sollten wir
ein bißchen von dieser Gelassenheit mit nach Hause nehmen.

Today is a quite normal day in the office, just like every day. I
start at half past 8 with the internet – in about half an hour I will
be able to open it. I continue with opening all documents we are
currently working with. The secretaries kindly bring us hot water,
coffee powder, milk powder, but no cold water. Hussein is shaking his
head angrily – we say it’s not a problem, he is still angry and
replies „but it’s a problem, matata! matata!“ One hour later my
internet connection is available and as soon as I try to open the next
page we get a power outage and connection is lost. At least I can
still work, because I charged my battery during night at the hotel. We
learned by experience that lunch is not ready before 1 pm. We leave
for lunch after 1 pm but no food is prepared, as always our arrival is
a complete surprise. The menu offers chips, rice, ugali or banana,
with vegetables, beans and completed with fish or chicken or beef. I
order rice and vegetables without beans. I get beans anyway, they are
unavoidable, even if I tried to get rid of them for 3 weeks now.
Payment is cash, with small bills, change is not available most of the
time and today it takes almost half an hour to get it. Back to the
office power is back. I give it a second try to get infos from the
internet and make it! Meetings take place at 2 pm, if they take place.
Sometimes they don’t, or maybe on another day. End of day, we pack our
bags and wait for our drivers, who hopefully have not disappeared.
Just a normal, regular business day… But this is Tanzania and we
have started to love it just like that. Because that’s the way how
things happen here. You love it or leave it. Have some good portion of
humour and creativity in finding alternatives. Maybe we should bring
back home a little bit of this spirit.

Advertisements